WB KLINIK OTTAKRING_WIEN

October 3-7  |  Starting at $500

IM:PULS OTTAKRING ein Ort der Begegnungen

Das langgestreckte Gebäude wird durch zwei große Elemente - die grüne Membran und der Mäander - horizontal und vertikal strukturiert, um die richtige Antwort auf die Umgebung, sowie das „menschliche Maß“ zu erreichen.

Die Architektur soll dazu beitragen, den Wiedererkennungswert des Klinikums im städtischen Umfeld zu steigern und eine Identifikation der Menschen mit dem Gebäude zu fördern. Vor dem Zentralklinikum erstreckt sich ein großzügiger öffentlicher Platz, der mit einer Membran als Überdachung den öffentlichen Raum subtil strukturiert, die Dimensionen visuell verändert und auf den menschlichen Maßstab zurückführt.

Durch die Höhenlage des Vordaches treten die Sockelgeschosse in der Wahrnehmung zurück. Über dem Sockel erstreckt sich die Baumasse in Form eines Mäanders, der durch das Spiel der Schrägen mit der Orthogonale die Monotonie bricht und die Begrenzung der Innenhöfe bestimmt.

Die Form des Mäanders generiert immer wieder differenzierte Ein- und Ausblicke und erzeugt eine heterogene Struktur. Die Außenräume über dem Sockel weiten sich nach Osten und Westen auf und werden als grünes Refugium mit Aussichtsterrassen und kleinen Rückzugsinseln für die PatientInnen und MitarbeiterInnen vorgeschlagen.

In der groß dimensionierten Empfangshalle führt eine breite Treppe mit Sitzstufen und Grünbeeten als verbindendes Element in den Park. Das Einfließen des Außenraums in das Innere des Gebäudes soll die Atmosphäre und das Wohlbefinden von PatientInnen und MitarbeiterInnen fördern und ist einer der wichtigsten Entwurfsaspekte im Projekt.

‍Bereits beim Betreten des Gebäudes sollen die für den Entwurf bestimmenden räumlichen Qualitäten des Gebäudes mit einer transparenten, hellen, lebendigen Atmosphäre spürbar werden. In dem Gebäudekomplex verbinden sich spielerische Elemente mit Klarheit und funktionaler Stringenz, die „Maschine Krankenhaus“ muss einerseits bestens funktionieren, darüber hinaus aber auch dem Wohlbefinden von PatientInnen und MitarbeiterInnen Rechnung tragen und als „Healing Architecture“ die Genesung fördern.

Masterplan

Der Masterplan wird in seiner groben Definition der Baumassen beibehalten, mit geringfügigen Modifikationen bzgl. Dimensionierung, Abständen und Höhenlage der Baukörper aufgrund der Topographie. Die Stellung der Baukörper hat die maximale Größe des Parks zum Ziel, was als positiver Aspekt zu begrüßen ist.

Als wesentliche Verbesserung zum Masterplan sehen wir die Vergrößerung aller Innenhöfe, um die Belichtungssituation der dorthin orientierten Räume – insbesondere in den unteren Geschossen - zu optimieren.

Die Bettentrakte sind alle zweihüftig organisiert, eine Dreihüftigkeit ist nur in Bereichen vorgesehen, wo dies aus funktionellen Gründen sinnvoll ist. Durch die Schrägstellungen der Pflegestationen beim Zentralklinikum (Mäander) öffnen sich die Blicke für die PatientInnen ins Freie. Die Distanzen der Baukörper werden vergrößert und die Stränge der Funktion wird gebrochen. Die Verbindung der Trakte gewährleistet eine höhere Flexibilität für Evaluierungen des Raum- und Funktionsprogramms im Planungsprozess bzw zukünftige Nutzungsänderungen.

Abweichend vom Masterplan wurde der Personalspeisesaal im 5. Obergeschoss verortet, im Zentrum der Anlage von allen Häusern auf kurzem Wege erschlossen und gut an das FTS-Netz angebunden. Eine vorgelagerte Terrasse mit Orientierung zum Park soll einen Erholungswert für alle MitarbeiterInnen generieren.

Das Eltern-Kind-Zentrum und das Psychiatrische Zentrum folgen dem ähnlichen architektonischen Prinzip, alle Aufenthalts- und Arbeitsräume sind über großzügig dimensionierte Innenhöfe hell und sehr gut belichtet, wirken dadurch freundlich und leicht „verspielt“. Die Anordnung von ein-, zwei- und dreihüftigen Trakten reagiert auf die innere Funktion und soll durch ein differenziertes Wechselspiel von Ein- und Ausblicken attraktive innenräumliche Qualität generieren.

October 3-7  |  Starting at $500

Heilende Gärten

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